myon.clinic - Datenschutzerklärung für Videosprechstunde

Datenschutzerklärung für die Nutzung der Videosprechstunde

Stand März 2026

Wenn Sie sich erfolgreich auf der Plattform der myon clinic GmbH („Wir“) registriert haben, können Sie über Ihren myoncare-Account auch an Videosprechstunden mit Ihrem Arzt teilnehmen, sofern er diesen Service über die myoncare Plattform anbietet. Hierfür ist lediglich die Vereinbarung einer Videosprechstunde mit Ihrem Arzt erforderlich. Nach erfolgreicher Termineinstellung durch Ihren Arzt, erhalten Sie automatisch eine E-Mail mit einer Terminbestätigung mit Einwahllink an die in Ihrem myoncare-Account angegebene E-Mail-Adresse.

Wir haben die myon.clinic Videosprechstunde so entwickelt, dass sie dem datenschutzrechtlichen Grundsatz des „Privacy by Design“ entspricht, d.h. bei der Nutzung der Videosprechstunde werden von Ihnen nur diejenigen personenbezogenen Daten verarbeitet, die für die Nutzung der Videosprechstunde erforderlich sind. Wir verwenden bei der Videosprechstunde insbesondere keine „Tracking-Technologien“, die Ihr Nutzerverhalten auswerten und erstellen auch keine Nutzerprofile oder Ähnliches.

Die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten (insbesondere Gesundheitsdaten) erfolgt — soweit die Videosprechstunde Teil einer medizinischen Behandlung ist — auf Grundlage von Art. 9 Abs. 2 lit. h DSGVO (Gesundheitsversorgung). Eine Einwilligung ist hierfür grundsätzlich nicht erforderlich. Soweit zusätzliche optionale Funktionen genutzt werden oder eine Verarbeitung außerhalb eines Behandlungsverhältnisses erfolgt, kann eine ausdrückliche Einwilligung erforderlich sein.

In der nachfolgenden Datenschutzerklärung erfahren Sie, warum und wie Ihre personenbezogenen Daten für die Durchführung der Videosprechstunde verarbeitet werden. Insbesondere finden Sie eine Beschreibung der personenbezogenen Daten, die wir erfassen und verarbeiten, sowie den Zweck und die Grundlage, auf der wir die personenbezogenen Daten verarbeiten und die Rechte, die Ihnen als Betroffene zustehen.

Ergänzend weisen wir darauf hin, dass im Rahmen der Plattform auch Gesundheitsdaten durch externe Gerätehersteller (z. B. Messgeräte zur Vitaldaten-Erfassung) oder Labordienstleister (z. B. Blutanalysen) verarbeitet werden können, sofern Sie solche Dienste aktiv über Ihren behandelnden Arzt nutzen. In diesem Fall gelten zusätzliche datenschutzrechtliche Hinweise (siehe Abschnitt „Verarbeitung durch Gerätehersteller und Labordienstleister“).

Bitte lesen Sie die Datenschutzerklärung sorgfältig durch, und zögern Sie nicht uns zu kontaktieren, falls Sie zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten Fragen haben.

I. KONTAktdaten myon Clinic GmbH

Verantwortliche für die medizinische Behandlung

Für die Durchführung der medizinischen Behandlung im Rahmen der Videosprechstunde ist der jeweilige behandelnde Leistungserbringer (z. B. Arzt, Klinik, MVZ) datenschutzrechtlich Verantwortlicher im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO.

Verantwortlichkeit der myon.clinic GmbH

Die myon.clinic GmbH ist Verantwortlicher für die Bereitstellung und den Betrieb der technischen Plattform sowie für damit verbundene organisatorische und sicherheitsrelevante Datenverarbeitungen, soweit diese nicht im Auftrag eines Leistungserbringers erfolgen.

In dieser eigenen Verantwortlichkeit verarbeitet myon.clinic personenbezogene Daten ausschließlich zu folgenden Zwecken: Bereitstellung, Stabilität und Sicherheit der technischen Infrastruktur, Abwehr von Störungen und missbräuchlicher Nutzung, Gewährleistung der IT-Sicherheit sowie Erfüllung eigener gesetzlicher Pflichten. Rechtsgrundlage hierfür ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse am sicheren und stabilen Betrieb der Plattform) bzw. Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO, soweit myon.clinic eigenen gesetzlichen Pflichten unterliegt. Auf die Inhalte der Videosprechstunde hat myon.clinic dabei keinen Zugriff (Ende-zu-Ende-Verschlüsselung); eine Nutzung Ihrer Gesundheitsdaten zu eigenen Zwecken von myon.clinic findet nicht statt.

Soweit myon.clinic personenbezogene Daten im Auftrag eines Leistungserbringers verarbeitet, erfolgt dies als Auftragsverarbeiter gemäß Art. 28 DSGVO auf Grundlage entsprechender Vereinbarungen. Die ONCARE GmbH wird hierbei als Unterauftragsverarbeiterin gemäß Art. 28 Abs. 4 DSGVO eingebunden und verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich auf Weisung.

myon clinic GmbH, Balanstraße 71a, 81541 München, Tel.: +49 89 444 51156, E-Mail: info@myon.clinic

II. kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten

Unseren Datenschutzbeauftragten können Sie unter folgenden Kontaktinformationen erreichen:

Dr. Sebastian Kraska

E-Mail: privacy@myon.clinic

III. BEschreibung der datenverarbeitung bei durchführung der videosprechstunde

1.1 Datenverarbeitung vor Durchführung der Videosprechstunde

Vor der Durchführung einer Videosprechstunde vereinbaren Sie gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt einen Termin. Nachdem der Arzt den Termin über die myoncare-Plattform erstellt hat, erhalten Sie eine Terminbestätigung mit den erforderlichen Zugangsdaten zur Teilnahme an der Videosprechstunde, in der Regel per E-Mail.

Hierfür wird die in der Plattform hinterlegte Kontaktinformation (z. B. E-Mail-Adresse) verwendet.

Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt ausschließlich zur Organisation und Durchführung der Videosprechstunde.

Rechtsgrundlage:
Die Verarbeitung ist gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO rechtmäßig, da sie für die Erfüllung des Behandlungsvertrages mit Ihrem Arzt oder für vorvertragliche Maßnahmen erforderlich ist.

1.2 Datenverarbeitung während der Durchführung der Videosprechstunde

Für die Durchführung der Videosprechstunde werden als technische Voraussetzung bestimmte Daten zwischen den teilnehmenden Parteien übertragen. Die myon.clinic GmbH stellt hierfür die technische Infrastruktur zur Verfügung.

Zum Schutz des Patientengeheimnisses und der ärztlichen Schweigepflicht erfolgt die Übertragung der Kommunikationsinhalte mittels einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Dabei werden die Daten auf Ihrem Endgerät verschlüsselt und erst auf dem Endgerät Ihres Arztes wieder entschlüsselt (und umgekehrt).

Dadurch können ausschließlich die Teilnehmer der Videosprechstunde die Inhalte im Klartext wahrnehmen. Ein Zugriff auf die Kommunikationsinhalte durch uns als Plattformanbieter erfolgt grundsätzlich nicht.

Im Rahmen der Videosprechstunde werden insbesondere folgende Daten verarbeitet:

  • Audio- und Videodaten (Echtzeitübertragung von Kamera- und Mikrofonaufnahmen)
  • Vor- und Nachname des Patienten sowie Teilnehmer-ID
  • Datum, Zeitpunkt und Dauer der Sprechstunde (Zeitstempel)
  • Titel oder Zweck der Sprechstunde
  • Technische Verbindungsdaten und Metadaten (z. B. IP-Adresse der Teilnehmer, Geräte- und Betriebssysteminformationen, Netzwerkdaten)

Soweit die Videosprechstunde Bestandteil einer medizinischen Behandlung ist, erfolgt der Austausch von Gesundheitsdaten unmittelbar zwischen Ihnen und Ihrem behandelnden Arzt zur Durchführung der Behandlung.

Eine Übertragung von Dateien (z. B. Dokumenten oder Bildern) über die Videoverbindung ist derzeit aus Gründen der Datensparsamkeit und Systemsicherheit nicht vorgesehen.

Die für die technische Durchführung erforderlichen temporären Verbindungsdaten (z. B. Videostream- und Sitzungsdaten) werden vom technischen Dienstleister nach Beendigung der Sitzung gelöscht, soweit keine gesetzlichen oder vertraglichen Aufbewahrungspflichten bestehen.

Hiervon unberührt bleiben Daten, die der behandelnde Arzt im Rahmen seiner gesetzlichen Dokumentationspflichten speichert, sowie Abrechnungsdaten.

Rechtsgrundlage:
Die Verarbeitung personenbezogener Daten während der Videosprechstunde erfolgt zur Durchführung der medizinischen Behandlung und ist gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO rechtmäßig. Soweit myon.clinic technische Verbindungsdaten und Metadaten (z. B. IP-Adressen, Geräte- und Verbindungsinformationen, technische Protokolle) in eigener Verantwortlichkeit zur Gewährleistung von Betrieb und Sicherheit der Infrastruktur verarbeitet, erfolgt dies auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse am sicheren und stabilen Betrieb).

Soweit Gesundheitsdaten verarbeitet werden, erfolgt deren Verarbeitung durch Ihren Leistungserbringer als Verantwortlichen auf Grundlage von Art. 9 Abs. 2 lit. h DSGVO in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Nr. 1 lit. b BDSG, da die Verarbeitung für Zwecke der Gesundheitsversorgung und der Behandlung durch ärztliches Personal erfolgt, das dem Berufsgeheimnis unterliegt.

Eine gesonderte Einwilligung ist hierfür grundsätzlich nicht erforderlich.

Soweit über die unmittelbare Behandlung hinaus zusätzliche optionale Funktionen genutzt werden oder eine Verarbeitung außerhalb eines Behandlungsverhältnisses erfolgt, kann hierfür eine gesonderte Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. a und Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO erforderlich sein. Eine erteilte Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

1.3 Datenverarbeitung nach Durchführung der Videosprechstunde (Abrechnung und Dokumentation)

Nach Durchführung der Videosprechstunde können personenbezogene Daten zur Abrechnung und Dokumentation der Behandlung verarbeitet werden. Hierzu zählen insbesondere:

  • Vor- und Nachname von Patient und Arzt
  • Datum, Zeitpunkt und Dauer der Sprechstunde
  • Titel oder Anlass der Sprechstunde

Je nach Einzelfall können darüber hinaus weitere Daten erforderlich sein, insbesondere:

  • Angaben zur Krankenversicherung bzw. zum Kostenträger
  • Angaben zum überweisenden Arzt oder Hausarzt
  • Diagnosen und Indikationen
  • Angaben zur Behandlung und zum Behandlungszeitraum
  • Weitere für die Abrechnung oder Kostenerstattung erforderliche Daten

Diese Verarbeitung erfolgt nicht über die Videoverbindung selbst, sondern über die myoncare-Plattform bzw. die Systeme des behandelnden Leistungserbringers.

Weitere Informationen hierzu finden Sie in der allgemeinen Datenschutzerklärung von myon.clinic.

Rechtsgrundlage:

  • Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Erfüllung des Behandlungsvertrages)
  • Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO (gesetzliche Verpflichtungen, z. B. Abrechnungsvorschriften)
  • Art. 9 Abs. 2 lit. h DSGVO (Gesundheitsversorgung)

Ärzte sind insbesondere verpflichtet, Abrechnungsdaten nach den einschlägigen sozialrechtlichen Vorschriften (z. B. §§ 295, 301 SGB V) zu übermitteln und medizinische Dokumentation aufzubewahren.

Verarbeitung durch Gerätehersteller und Labordienstleister

Sofern Sie im Rahmen Ihrer Behandlung über die myoncare-Plattform medizinische Geräte oder Labordiagnostik nutzen, können personenbezogene Daten — einschließlich Gesundheitsdaten — durch die jeweils eingebundenen Partnerunternehmen verarbeitet werden.

Die Art der verarbeiteten Daten kann je nach System variieren und umfasst typischerweise:

  • Vitalparameter (z. B. Herzfrequenz, Blutdruck, Temperatur)
  • Labordaten (z. B. Blut- oder Urinwerte)
  • Zeitstempel der Messung
  • Geräte- und Systeminformationen

Die Verarbeitung erfolgt zur medizinischen Bewertung und Dokumentation durch Ihren behandelnden Arzt sowie ggf. zur Verlaufskontrolle im Rahmen digitaler Behandlungsprogramme.

Soweit diese Leistungen Bestandteil der medizinischen Behandlung sind, erfolgt die Verarbeitung auf Grundlage von Art. 9 Abs. 2 lit. h DSGVO in Verbindung mit Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO sowie den anwendbaren berufs- und sozialrechtlichen Vorschriften.

Eine zusätzliche Einwilligung ist hierfür grundsätzlich nicht erforderlich.

Soweit einzelne Leistungen darüber hinausgehende optionale Funktionen betreffen oder durch externe Anbieter in eigener Verantwortlichkeit erbracht werden, kann hierfür eine gesonderte Einwilligung erforderlich sein.

Die Nutzung externer Geräte oder Labordienstleistungen ist freiwillig und nicht Voraussetzung für die Teilnahme an der Videosprechstunde.

Gegebenenfalls erhalten Sie zusätzliche Datenschutzhinweise der jeweiligen Anbieter im Rahmen des ärztlichen Aufklärungs- oder Einwilligungsprozesses.

IV. Recht zum Widerruf ihrer Einwilligung

Sie haben das Recht, eine von Ihnen erteilte Einwilligung in die Verarbeitung personenbezogener Daten — insbesondere besonderer Kategorien personenbezogener Daten wie Gesundheitsdaten — jederzeit mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen.

Der Widerruf lässt die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung, die aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgte, unberührt.

Soweit die Verarbeitung auf anderen gesetzlichen Grundlagen beruht — insbesondere zur Durchführung einer medizinischen Behandlung, zur Erfüllung rechtlicher Verpflichtungen oder zur Wahrung berechtigter Interessen — bleibt diese Verarbeitung vom Widerruf unberührt.

V. Empfänger der Daten

Im Rahmen der Videosprechstunde werden personenbezogene Daten und Gesundheitsdaten nur weitergegeben, soweit dies für die Durchführung der Behandlung, den technischen Betrieb oder aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen erforderlich ist.

Empfänger können insbesondere sein:

  • Der behandelnde Leistungserbringer (z. B. Arzt, Klinik, MVZ), der die Videosprechstunde durchführt und für die medizinische Behandlung verantwortlich ist
  • Die myon.clinic GmbH als Betreiber der Plattform, soweit dies für Organisation, Support und Bereitstellung der Services erforderlich ist
  • Die ONCARE GmbH als technischer Plattformanbieter (myoncare App/Portal/PWA), die Daten je nach Konstellation als Auftragsverarbeiter gemäß Art. 28 DSGVO verarbeitet
  • Technische Dienstleister (z. B. Hosting- oder Videodienstanbieter), die ausschließlich im Auftrag und nach Weisung tätig werden
  • Abrechnungsstellen oder Kostenträger, soweit dies für die Abrechnung der Behandlung erforderlich ist
  • Behörden oder Gerichte, sofern eine gesetzliche Verpflichtung besteht

Eine Weitergabe erfolgt nur im erforderlichen Umfang und unter Beachtung geeigneter technischer und organisatorischer Schutzmaßnahmen.

VI. speicherdauer

Videostream: Der Bild- und Ton-Stream der Videosprechstunde wird nicht gespeichert und endet unmittelbar mit Beendigung der Sitzung. Eine Aufzeichnung erfolgt nur, wenn Sie zuvor ausdrücklich eingewilligt haben.

Protokoll- und Verbindungsdaten: Diese werden nur so lange gespeichert, wie dies für die genannten Zwecke erforderlich ist, und spätestens nach sechs Monaten gelöscht, sofern keine längeren gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.

Abrechnungs- und medizinische Dokumentationsdaten: Abrechnungsdaten (z. B. Kostenträgerinformationen, Rechnungen, Abrechnungsziffern) sowie medizinisch relevante Inhalte der Videosprechstunde (z. B. Anamnese, Befunde, Therapieempfehlungen) werden entsprechend den gesetzlichen Aufbewahrungspflichten gespeichert. In Deutschland beträgt die Frist mindestens 10 Jahre (§ 630f BGB, § 147 AO, § 257 HGB). Für Leistungen, die unter das US-Gesundheitssystem fallen, gilt nach HIPAA eine Mindestaufbewahrungsfrist von 6 Jahren (45 CFR § 164.530(j)).

VII. ORT DER DATENVERARBEITUNG

Die Verarbeitung erfolgt grundsätzlich innerhalb der EU/EWR. Nehmen Sie die Videosprechstunde bei einem Leistungserbringer mit Sitz in der EU/im EWR in Anspruch, werden Ihre Daten ausschließlich innerhalb der EU/des EWR verarbeitet und gespeichert. Eine Speicherung in oder ein Zugriff aus Drittländern erfolgt in diesem Fall nicht.

Für Nutzerinnen und Nutzer, die Leistungen über einen amerikanischen Leistungserbringer (z. B. Arzt, Klinik oder Gesundheitseinrichtung in den USA) in Anspruch nehmen, werden personenbezogene Daten (einschließlich Gesundheitsdaten) auf Servern in den USA gespeichert, um die gesetzlichen Anforderungen des US-Gesundheitssystems (HIPAA) zu erfüllen. Greift dagegen eine Person mit Wohnsitz in den USA auf die Leistungen von europäischen Leistungserbringern über die myon.clinic/oncare-Plattform zu, erfolgt die Speicherung der personenbezogenen Daten innerhalb der EU/EWR.

Ein Zugriff auf die in den USA gespeicherten Daten kann aus Europa erfolgen:
– durch autorisierte Mitarbeiter der Oncare GmbH ausschließlich zur Erbringung des Second-Level-Supports bei technischen Problemen,
– sowie durch autorisierte Mitarbeiter der myon.clinic GmbH ausschließlich zur Erbringung des First-Level-Supports bei Anwendungsproblemen.

Einsatz von Google Firebase (über Subunternehmer Oncare GmbH)
Für bestimmte technische Funktionen der Plattform (z. B. Synchronisation, Stabilität, Benachrichtigungen) setzt die Oncare GmbH als technischer Betreiber den Dienst Google Firebase (Google Ireland Limited) ein. Die Datenverarbeitung erfolgt grundsätzlich innerhalb der Europäischen Union (EU) bzw. des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR). Ein Zugriff aus den USA durch die Google LLC (Muttergesellschaft) kann in Ausnahmefällen nicht ausgeschlossen werden, beispielsweise im Rahmen von Support- oder Wartungsleistungen. Eine Re-Identifizierung einzelner Personen durch Google ist nach dem aktuellen technischen Stand nicht vorgesehen und wird durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen weitgehend ausgeschlossen. Sollte es zu einem Zugriff aus den USA kommen, erfolgt dies ausschließlich auf Grundlage der von der Europäischen Kommission verabschiedeten Standardvertragsklauseln (SCCs), die Bestandteil der Google Data Processing Terms sind.

VIII. AUTOMATISIERTE ENTSCHEIDUNGEN IN EINZELFÄLLEN

Wir verwenden keine rein automatisierte Verarbeitung, um Entscheidungen zu treffen.

IX. Betroffenenrechte

Wir möchten Sie über Ihre Rechte als betroffene Person informieren. Diese Rechte umfassen insbesondere:

  • Auskunftsrecht (Art. 15 DSGVO):  Sie haben das Recht, Auskunft darüber zu verlangen, ob und wie Ihre personenbezogenen Daten verarbeitet werden, einschließlich Informationen über Verarbeitungszwecke, Empfänger, Speicherdauer sowie Ihre Rechte auf Berichtigung, Löschung und Widerspruch. Sie haben ferner das Recht eine Kopie aller personenbezogenen Daten zu erhalten, die wir über Sie gespeichert haben;
  • Recht auf Berichtigung (Art. 16 EU DSGVO): Sie können von uns verlangen, dass wir unrichtige personenbezogene Daten aktualisieren oder korrigieren oder unvollständige personenbezogene Daten vervollständigen;
  • Recht auf Löschung / Recht auf Vergessenwerden (Art. 17 DSGVO): Sie können von uns die unverzügliche Löschung Ihrer von uns erhobenen und verarbeiteten personenbezogenen Daten verlangen. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir Ihre personenbezogenen Daten erst nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen löschen können.
  • Recht auf Einschränkung der Datenverarbeitung (Art. 18 DSGVO): Sie können von uns verlangen, dass wir die Nutzung Ihrer Daten „einschränken“, wenn die Richtigkeit der Daten bestritten wird, die Verarbeitung unrechtmäßig ist, die Daten für Rechtsansprüche benötigt werden oder ein Widerspruch gegen die Verarbeitung geprüft wird, so dass wir die Nutzung Ihrer Daten nur mit Einschränkungen fortsetzen können;
  • Recht auf Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO): Im Allgemeinen können Sie von uns verlangen, dass wir Ihnen personenbezogene Daten, die Sie uns zur Verfügung gestellt haben und die aufgrund Ihrer Einwilligung oder der Erfüllung eines Vertrages mit Ihnen maschinell verarbeitet werden, in maschinenlesbarer Form zur Verfügung stellen, damit sie an einen Ersatzdienstleister „portiert“ werden können;
  • Widerspruchsrecht gegen Datenverarbeitung (Art. 21 DSGVO): Sie haben das Recht, jederzeit gegen die Verarbeitung sie betreffender personenbezogener Daten, die aufgrund von Artikel 6 Abs. 1 lit. e, lit. f DSGVO erfolgt, Widerspruch einzulegen. In diesen Fall, verarbeitet der Verantwortliche die personenbezogenen Daten dann nicht mehr, es sei denn, er kann zwingende schutzwürdige Gründe für die Verarbeitung nachweisen, die ihre Interessen, Rechte und Freiheiten der betroffenen Person überwiegen, oder die Verarbeitung dient der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.
  • Beschwerderecht (Art. 77 DSGVO): Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit sich bei einer zuständigen Datenschutzbehörde über unsere Datenverarbeitung zu beschweren.

X. ERGÄNZUNG FÜR US-NUTZER – HIPAA-KONFORMITÄT

Soweit Leistungen innerhalb des US-amerikanischen Gesundheitssystems erbracht werden und dabei geschützte Gesundheitsinformationen („Protected Health Information“, PHI) im Sinne des Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) verarbeitet werden, gelten zusätzlich die einschlägigen HIPAA-Bestimmungen.

Die datenschutzrechtliche Rolle von myon.clinic richtet sich nach der konkreten Nutzungssituation sowie den vertraglichen Vereinbarungen mit den beteiligten Leistungserbringern:

  • In der Regel bleibt der jeweilige US-amerikanische Leistungserbringer (z. B. Arzt, Klinik, Healthcare Organization) die verantwortliche Stelle („Covered Entity“) im Sinne von HIPAA.
  • myon.clinic kann — sofern vertraglich vereinbart — als technischer Dienstleister oder „Business Associate“ im Sinne von HIPAA tätig werden.
  • Eine Rolle von myon.clinic als eigenständige Covered Entity besteht grundsätzlich nicht, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart.

Die Verarbeitung von PHI durch myon.clinic erfolgt ausschließlich zur Erbringung der vereinbarten Dienstleistungen und im Einklang mit einem gegebenenfalls abgeschlossenen Business Associate Agreement (BAA).

Eine Nutzung von PHI zu eigenen, unabhängigen Zwecken durch myon.clinic erfolgt nicht, es sei denn, dies ist gesetzlich vorgeschrieben oder ausdrücklich vereinbart.

Soweit Leistungen über eine US-Tochtergesellschaft oder Partnergesellschaft (z. B. myoncare Inc.) erbracht werden, können zusätzlich deren Datenschutz- und HIPAA-Regelungen Anwendung finden.

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