Datenschutz Videosprechstunde

Datenschutzerklärung für die Nutzung der Videosprechstunde

Wenn Sie sich erfolgreich auf der Plattform der myon clinic GmbH („Wir“) registriert haben, können Sie über Ihren myoncare-Account auch an Videosprechstunden mit Ihrem Arzt teilnehmen, sofern er diesen Service über die myoncare Plattform anbietet. Hierfür ist lediglich die Vereinbarung einer Videosprechstunde mit Ihrem Arzt erforderlich. Nach erfolgreicher Termineinstellung durch Ihren Arzt, erhalten Sie automatisch eine E-Mail mit einer Terminbestätigung mit Einwahllink an die in Ihrem myoncare-Account angegebene E-Mail-Adresse.

Wir haben die myon.clinic Videosprechstunde so entwickelt, dass sie dem datenschutzrechtlichen Grundsatz des „Privacy by Design“ entspricht, d.h. bei der Nutzung der Videosprechstunde werden von Ihnen nur diejenigen personenbezogenen Daten verarbeitet, die für die Nutzung der Videosprechstunde erforderlich sind. Wir verwenden bei der Videosprechstunde insbesondere keine „Tracking-Technologien“, die Ihr Nutzerverhalten auswerten und erstellen auch keine Nutzerprofile oder ähnliches. Die Verarbeitung von besonderen Kategorien personenbezogener Daten (wie z.B. Gesundheitsdaten) geschieht nur auf Ihrer ausdrücklichen Einwilligung, die Sie jederzeit widerrufen können. Weitere Informationen zur Datenverarbeitung in der myoncare-Plattform finden Sie in der myon.clinic Datenschutzerklärung.

In der nachfolgenden Datenschutzerklärung erfahren Sie, warum und wie Ihre personenbezogenen Daten für die Durchführung der Videosprechstunde verarbeitet werden. Insbesondere finden Sie eine Beschreibung der personenbezogenen Daten, die wir erfassen und verarbeiten, sowie den Zweck und die Grundlage, auf der wir die personenbezogenen Daten verarbeiten und die Rechte, die Ihnen als Betroffene zustehen.

Ergänzend weisen wir darauf hin, dass im Rahmen der Plattform auch Gesundheitsdaten durch externe Gerätehersteller (z. B. Messgeräte zur Vitaldaten-Erfassung) oder Labordienstleister (z. B. Blutanalysen) verarbeitet werden können, sofern Sie solche Dienste aktiv über Ihren behandelnden Arzt nutzen. In diesem Fall gelten zusätzliche datenschutzrechtliche Hinweise (siehe Abschnitt „Verarbeitung durch Gerätehersteller und Labordienstleister“).

Bitte lesen Sie die Datenschutzerklärung sorgfältig durch, und zögern Sie nicht uns zu kontaktieren, falls Sie zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten Fragen haben.

I. KONTAKTDATEN MYON CLINIC GMBH

Verantwortlicher im datenschutzrechtlichen Sinne (siehe Art 4 Nr. 7 DSGVO) für die Datenverarbeitung im Rahmen der Videosprechstunde ist:

myon.clinic GmbH
Balanstraße 71a
81541 München
Tel.: +49 89 444 51156
E-Mail: info@myon.clinic

II. KONTAKTDATEN DES DATENSCHUTZBEAUFTRAGTEN

Unseren Datenschutzbeauftragten können Sie unter folgenden Kontaktinformationen erreichen:

Dr. Sebastian Kraska
E-Mail: privacy@myon.clinic

III. BESCHREIBUNG DER DATENVERARBEITUNG BEI DURCHFÜHRUNG DER VIDEOSPRECHSTUNDE

1.1 Datenverarbeitung vor Durchführung der Videosprechstunde

Vor der Durchführung einer Videosprechstunde vereinbaren Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt einen Termin, an dem die Videosprechstunde stattfinden soll. Nachdem der Arzt den Termin für die Videosprechstunde auf der myoncare-Plattform erstellt hat, erhalten Sie per E-Mail eine Terminbestätigung mit Einwahldaten für die Videosprechstunde. Ihre E-Mail-Adresse ist in der myoncare-Plattform hinterlegt und wird automatisch bei der Erstellung eines Termins zur Durchführung der Videosprechstunde verwendet.

Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung: Die Datenverarbeitung vor Durchführung der Videosprechstunde ist gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO rechtmäßig, weil die Datenverarbeitung für die Erfüllung des Behandlungsvertrages mit Ihrem Arzt bzw. zur Durchführung von vorvertraglichen Maßnahmen erforderlich ist.

1.2 Datenverarbeitung während der Durchführung der Videosprechstunde

Für die Durchführung der Videosprechstunde zwischen Ihnen und Ihrem Arzt müssen wir als Anbieter der Videosprechstunde bestimmte Daten zwischen den an der Videosprechstunde teilnehmenden Parteien übertragen. Um das Patientengeheimnis und die ärztliche Schweigepflicht zu wahren, nutzen wir bei der Datenübertragung eine sogenannte Ende-zu-Ende Verschlüsselung. Das bedeutet, dass die Daten auf Ihrem Endgerät verschlüsselt und erst auf dem Endgerät des Arztes wieder entschlüsselt werden (und umgekehrt). Das hat zur Folge, dass niemand außer den Teilnehmern der Videosprechstunde diese Daten im Klartext sehen kann (nicht einmal wir als Betreiber der Plattform).

Über diese spezielle Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geschützte Verbindung werden im Einzelnen folgende Daten versandt und empfangen:

  • Audio- und Videodaten: Kamera-Aufnahmen in Echtzeit, Mikrofon-Aufnahmen in Echtzeit
  • Vor- und Nachname des Patienten, Teilnehmer-ID
  • Datum, Zeitpunkt und Dauer der Sprechstunde (Zeitstempel)
  • Titel der Sprechstunde
  • Metadaten: IP-Adresse von Sender und Empfänger, Geräte- und Betriebsinformationen, Netzwerkdaten

Vor der Durchführung der Videosprechstunde bitten wir Sie um Ihre Einwilligung zur Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten. Dies ist erforderlich, weil Sie während der Videoübertragung regelmäßig Informationen über Ihren Gesundheitszustand mit Ihrem Arzt austauschen werden. Die Verarbeitung von solchen Daten ist nur mit Ihrer vorherigen Einwilligung zulässig. Wir möchten Sie aber darauf hinweisen, dass wir keinen Zugriff auf die während der Videosprechstunde an Ihren Arzt übertragenen Daten haben, d.h., die Informationen, die Sie während der Videosprechstunde mit Ihrem Arzt austauschen bleiben zwischen Ihnen und Ihrem Arzt.

Aus Gründen der Datensparsamkeit ist es aktuell nicht möglich, während der Videosprechstunde Dateien (wie z.B. Dokumente oder ähnliches) mit Ihrem Arzt zu teilen.

Alle Daten, die im Rahmen der Videosprechstunde verarbeitet werden, werden vom Serverdienstleister unmittelbar nach Beendigung der Videosprechstunde gelöscht. Hierbei handelt es sich ausschließlich um die für die technische Durchführung erforderlichen Daten (z. B. Videostream, Verbindungsdaten). Abrechnungs- und Dokumentationsdaten werden gemäß den gesetzlichen Aufbewahrungspflichten gespeichert und nicht unmittelbar gelöscht.

Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung: Die Datenverarbeitung während der Durchführung der Videosprechstunde ist gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO rechtmäßig, weil die Datenverarbeitung für die Erfüllung des Behandlungsvertrages mit Ihrem Arzt erforderlich ist. Soweit es sich bei den verarbeiteten personenbezogenen Daten um besondere Kategorien personenbezogener Daten handelt (z.B. Gesundheitsdaten) verarbeiten wir diese Daten auf Grundlage Ihrer Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. a, Art. 7 und Art. 9 DSGVO. Ihre Einwilligung für die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.

1.3 Datenverarbeitung nach Durchführung der Videosprechstunde für Abrechnungszwecke

Für Abrechnungszwecke im Zusammenhang mit der Videosprechstunde werden nach der Durchführung der Videosprechstunde die folgenden Daten verarbeitet:

  • Vor- und Nachname (Patientund Arzt)
  • Datum, Zeitpunkt und Dauerder Sprechstunde
  • Titel der Sprechstunde

Je nach Einzelfall kann für Abrechnungszwecke noch die Verarbeitung folgender Datenkategorien erforderlich werden:

  • Beruf und Arbeitgeber,
  • Krankenversicherung/Kostenträger,
  • Hausarzt/überweisender Arzt,
  • Diagnose und Indikationen,
  • Behandlung undBehandlungszeitraum,
  • sowie sonstige für dieKostenerstattung gegebenenfalls erforderliche Daten.

Die Verarbeitung dieser Datenkategorien erfolgt aber nicht über das System „Videosprechstunde“, sondern über die myoncare Plattform. Weitere Informationen zur Datenverarbeitung bei der myoncare Plattform finden Sie in der myon.clinic Datenschutzerklärung.

Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung: Die Datenverarbeitung nach Durchführung der Videosprechstunde für Abrechnungszwecke ist gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO rechtmäßig, weil die Datenverarbeitung für die Erfüllung des Behandlungsvertrages mit Ihrem Arzt erforderlich ist. Außerdem sind die Ärzte gemäß §§ 295 301 SGB V verpflichtet, den Krankenkassen bestimmte Abrechnungsdaten zu übermitteln. Soweit es sich bei den verarbeiteten personenbezogenen Daten um besondere Kategorien personenbezogener Daten handelt (z.B. Gesundheitsdaten), verarbeiten wir diese Daten auf Grundlage Ihrer Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. a, Art. 7 und Art. 9 DSGVO. Ihre Einwilligung für die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.

1.4 Verarbeitung durch Gerätehersteller und Labordienstleister

Sofern Sie im Rahmen Ihrer Behandlung über die myoncare Plattform medizinische Geräte (z. B. zur kontinuierlichen Überwachung von Vitalparametern) oder Labordiagnostik (z. B. Blut- oder Urinuntersuchungen) nutzen, erfolgt eine Verarbeitung personenbezogener Daten (einschließlich Gesundheitsdaten) durch die jeweils eingebundenen Partnerunternehmen.

Hierbei werden Daten ausschließlich auf Basis Ihrer ausdrücklichen Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. a, Art. 7 und Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO erhoben und verarbeitet.

Die Art der verarbeiteten Daten kann je nach eingesetztem System variieren, umfasst jedoch in der Regel:

  • Vitalparameter (z. B.Herzfrequenz, Blutdruck, Temperatur),
  • Labordaten (z. B.Hämoglobinwerte, Entzündungsmarker),
  • Zeitstempelder Messung und Geräteinformationen.

Die Datenverarbeitung erfolgt zur medizinischen Bewertung und Dokumentation durch Ihren behandelnden Arzt und kann auch zur Verlaufskontrolle im Rahmen von digitalen Behandlungsprogrammen („Care-Pathways“) genutzt werden.

Eine Übermittlung an Dritte erfolgt nicht, es sei denn, Sie haben dieser ausdrücklich zugestimmt oder es besteht eine gesetzliche Verpflichtung.

Für bestimmte Gerätehersteller oder Labordienstleister werden Ihnen gesonderte Datenschutzhinweise zur Verfügung gestellt. Diese erhalten Sie entweder direkt über die Plattform oder im Rahmen des ärztlichen Aufklärungs- und Einwilligungsprozesses.

Die Nutzung externer Geräte oder Labordienstleistungen istfreiwillig und für die Durchführung der Videosprechstunde nicht erforderlich.Ihre Teilnahme an der Videosprechstunde ist nicht von einer Einwilligung indiese zusätzlichen Verarbeitungen abhängig.

IV. RECHT ZUM WIDERRUF IHRER EINWILLIGUNG

Sie haben das Recht, Ihre Einwilligung zur Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten, wie z.B. Gesundheitsdaten, jederzeit mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen.

V. EMPFÄNGER DER DATEN

Daten, die zur Nutzung des Videosprechstunden-Dienstes erhoben und verarbeitet werden, werden grundsätzlich nicht an Dritte weitergegeben. Allerdings weisen wir darauf hin, dass die Daten, die Sie im Rahmen einer Videosprechstunden-Sitzung mit dem Arzt, bei dem Sie den Termin wahrnehmen, teilen, gemäß den gültigen gesetzlichen Aufbewahrungspflichten des Arztes in dessen Arztinformationssystem gespeichert werden können.

Alle Daten, die im beschriebenen Umfang und Dauer zur ordnungsgemäßen technischen Durchführung der Videosprechstunde gespeichert werden müssen, werden an einen Server im Rechenzentrum übermittelt.

Wir wählen unsere IT-Dienstleister sorgfältig – insbesondere im Hinblick auf Datenschutz und Datensicherheit – aus und haben alle datenschutzrechtlich erforderlichen Maßnahmen für eine zulässige Datenverarbeitung getroffen.

Die technische Bereitstellung der Server für die Bereitstellung des Videosprechstunden-Dienstes erfolgt durch die Oncare GmbH. Die Oncare GmbH ist als technischer Anbieter der Plattform vertraglich nach Art. 28 DSGVO als Auftragsverarbeiter eingebunden und verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich auf Weisung von myon.clinic und zu den vereinbarten Zwecken.

VI. SPEICHERDAUER

Videostream: Der Bild- und Ton-Stream der Videosprechstunde wird nicht gespeichert und endet unmittelbar mit Beendigung der Sitzung. Eine Aufzeichnung erfolgt nur, wenn Sie zuvor ausdrücklich eingewilligt haben.

Protokoll- und Verbindungsdaten: Metadaten zur Durchführungder Videosprechstunde (z. B. Zeitpunkt, Dauer, technische Logfiles) werdenausschließlich für Abrechnungs-, Support- und Compliance-Zwecke verarbeitet undnach spätestens 6 Monaten gelöscht, soweit keine längeren gesetzlichen Aufbewahrungspflichtenbestehen.

Abrechnungs- und medizinischeDokumentationsdaten: Abrechnungsdaten (z. B.Kostenträgerinformationen, Rechnungen, Abrechnungsziffern) sowie medizinischrelevante Inhalte der Videosprechstunde (z. B. Anamnese, Befunde,Therapieempfehlungen) werden entsprechend den gesetzlichenAufbewahrungspflichten gespeichert. In Deutschland beträgt die Frist mindestens10 Jahre (§ 630f BGB, § 147 AO, § 257 HGB). Für Leistungen, die unter dasUS-Gesundheitssystem fallen, gilt nach HIPAA eine Mindestaufbewahrungsfrist von6 Jahren (45 CFR § 164.530(j)).

VII. ORT DER DATENVERARBEITUNG

Die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten erfolgt grundsätzlich innerhalb der Europäischen Union (EU) bzw. des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR).

Für Nutzerinnen und Nutzer, die Leistungen über einenamerikanischen Leistungserbringer (z. B. Arzt, Klinik oderGesundheitseinrichtung in den USA) in Anspruch nehmen, werden personenbezogeneDaten (einschließlich Gesundheitsdaten) auf Servern in den USA gespeichert, umdie gesetzlichen Anforderungen des US-Gesundheitssystems (HIPAA) zu erfüllen.Greift dagegen eine Person mit Wohnsitz in den USA auf die Leistungen von europäischenLeistungserbringern überdie myon.clinic/oncare-Plattform zu, erfolgt die Speicherung derpersonenbezogenen Daten innerhalb der EU/EWR.

Ein Zugriff auf die in den USA gespeichertenDaten kann aus Europa erfolgen:

  • durch autorisierte Mitarbeiter der Oncare GmbH ausschließlich zurErbringung des Second-Level-Supports bei technischen Problemen,
  • sowie durch autorisierte Mitarbeiter der myon.clinic GmbH ausschließlich zurErbringung des First-Level-Supports bei Anwendungsproblemen.

Einsatz von Google Firebase (überSubunternehmer Oncare GmbH) Für bestimmtetechnische Funktionen der Plattform (z. B. Synchronisation, Stabilität,Benachrichtigungen) setzt die Oncare GmbH als technischer Betreiber den DienstGoogle Firebase (Google Ireland Limited) ein.Die Datenverarbeitung erfolgtgrundsätzlich innerhalb der Europäischen Union (EU) bzw. des EuropäischenWirtschaftsraums (EWR). Ein Zugriff aus den USA durch die Google LLC(Muttergesellschaft) kann in Ausnahmefällen nicht ausgeschlossen werden, beispielsweiseim Rahmen von Support- oder Wartungsleistungen.Die Verarbeitung erfolgt stetsEnde-zu-Ende verschlüsselt und mit pseudonymisierten Identifikatoren, sodasseine Re-Identifizierung durch Google ausgeschlossen ist. Sollte es zu einemZugriff aus den USA kommen, erfolgt dies ausschließlich auf Grundlage der vonder Europäischen Kommission verabschiedeten Standardvertragsklauseln (SCCs),die Bestandteil der Google Data Processing Terms sind.

VIII. AUTOMATISIERTE ENTSCHEIDUNGEN IN EINZELFÄLLEN  

Wir verwenden keine rein automatisierte Verarbeitung, um Entscheidungen zu treffen.

IX. BETROFFENENRECHTE

Wir möchten Sie über Ihre Rechte als betroffene Person informieren. Diese Rechte umfassen insbesondere:

  • Auskunftsrecht (Art. 15DSGVO):  Sie haben das Recht, Auskunft darüber zuverlangen, ob und wie Ihre personenbezogenen Daten verarbeitet werden,einschließlich Informationen über Verarbeitungszwecke, Empfänger, Speicherdauersowie Ihre Rechte auf Berichtigung, Löschung und Widerspruch. Sie haben fernerdas Recht eine Kopie aller personenbezogenen Daten zu erhalten, die wir überSie gespeichert haben;
  • Recht auf Berichtigung (Art. 16 EU DSGVO): Sie können von uns verlangen, dass wirunrichtige personenbezogene Daten aktualisieren oder korrigieren oderunvollständige personenbezogene Daten vervollständigen;
  • Recht auf Löschung / Recht auf Vergessenwerden (Art. 17 DSGVO): Sie können von uns die unverzüglicheLöschung Ihrer von uns erhobenen und verarbeiteten personenbezogenen Datenverlangen. Bitte beachten Siejedoch, dass wir Ihre personenbezogenen Daten erst nach Ablauf der gesetzlichenAufbewahrungsfristen löschen können.
  • Recht auf Einschränkung der Datenverarbeitung (Art. 18 DSGVO): Sie können von uns verlangen, dass wir dieNutzung Ihrer Daten „einschränken“, wenn die Richtigkeit der Daten bestrittenwird, die Verarbeitung unrechtmäßig ist, die Daten für Rechtsansprüche benötigtwerden oder ein Widerspruch gegen die Verarbeitung geprüft wird, so dass wirdie Nutzung Ihrer Daten nur mit Einschränkungen fortsetzen können;
  • Recht auf Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO): Im Allgemeinen können Sie von uns verlangen,dass wir Ihnen personenbezogene Daten, die Sie uns zur Verfügung gestellt habenund die aufgrund Ihrer Einwilligung oder der Erfüllung eines Vertrages mitIhnen maschinell verarbeitet werden, in maschinenlesbarer Form zur Verfügungstellen, damit sie an einen Ersatzdienstleister „portiert“ werden können;
  • Widerspruchsrecht gegen Datenverarbeitung (Art. 21 DSGVO): Sie haben das Recht, jederzeit gegen dieVerarbeitung sie betreffender personenbezogener Daten, die aufgrund von Artikel6 Abs. 1 lit. e, lit. f DSGVO erfolgt, Widerspruch einzulegen. In diesen Fall,verarbeitet der Verantwortliche die personenbezogenen Daten dann nicht mehr, essei denn, er kann zwingende schutzwürdige Gründe für die Verarbeitungnachweisen, die ihre Interessen, Rechte und Freiheiten der betroffenen Personüberwiegen, oder die Verarbeitung dient der Geltendmachung, Ausübung oderVerteidigung von Rechtsansprüchen.
  • Beschwerderecht (Art. 77DSGVO): Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit sich beieiner zuständigen Datenschutzbehörde über unsere Datenverarbeitung zubeschweren.

X. ERGÄNZUNG FÜR US-NUTZER – HIPAA-KONFORMITÄT

Wenn Sie an einer Videosprechstunde innerhalb der Vereinigten Staaten teilnehmen oder wenn Ihnen Leistungen innerhalb des US-Gesundheitssystems erbracht werden, unterliegt die Verarbeitung Ihrer Gesundheitsdaten zusätzlich dem Health Insurance Portability and Accountability Act von 1996 („HIPAA“). In diesem Zusammenhang handelt myon.clinic entweder als „Covered Entity“ (wenn Leistungen direkt an Patienten erbracht werden) oder als „Business Associate“ Ihres behandelnden Gesundheitsdienstleisters.

Während einer Videosprechstunde werden geschützte Gesundheitsinformationen („Protected Health Information“, „PHI“) in Echtzeit zwischen Ihnen und Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin übertragen. myon.clinic stellt sicher, dass diese Übertragung in Übereinstimmung mit der Privacy Rule und der Security Rule des HIPAA erfolgt, indem Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Zugriffskontrollen und Prüfmechanismen implementiert werden. Wir greifen nicht auf den Inhalt Ihrer Video- oder Audioübertragung zu und speichern diesen auch nicht; Metadaten (wie Sitzungszeit, Teilnehmerinformationen oder technische Protokolle) können jedoch zu Betriebs-, Abrechnungs- oder Compliance-Zwecken verarbeitet werden.

Nach HIPAA haben Sie in Bezug auf Ihre PHI folgende Rechte:

  • Recht auf Auskunft: Sie können Kopien der PHI anfordern, die sich auf IhreVideosprechstunden beziehen.
  • Recht auf Berichtigung: Sie können Korrekturen verlangen, wenn Sie der Ansicht sind, dassIhre PHI ungenau oder unvollständig ist.
  • Recht auf Offenlegungsauskunft: Sie können ein Verzeichnis bestimmter Offenlegungen IhrerPHI anfordern.
  • Recht auf Einschränkung und vertrauliche Kommunikation: Sie können Beschränkungenhinsichtlich der Nutzung oder Weitergabe Ihrer PHI verlangen und bevorzugteKommunikationswege festlegen.
  • Recht auf Papierkopie: Sie können jederzeit eine gedruckte Version dieser Mitteilunganfordern.

Wir dürfen Ihre PHI für Zwecke verwenden oder offenlegen, die nach HIPAA zulässig sind, einschließlich Behandlung, Abrechnung und Gesundheitsbetriebsführung, oder wenn dies gesetzlich vorgeschrieben ist. Alle an der Bereitstellung der Videosprechstunden beteiligten Unterauftragnehmer – einschließlich der Oncare GmbH als Technologieanbieterin der myoncare-Plattform – sind durch Business Associate Agreements verpflichtet, den HIPAA-konformen Schutz Ihrer PHI sicherzustellen.

Wenn Sie Ihre HIPAA-Rechte ausüben möchten oder Fragen zu unseren HIPAA-Praktiken haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Leistungserbringer oder an unseren Datenschutzbeauftragten unter: privacy@myon.clinic

myon.clinic wird PHI nicht für eigene Zwecke verwenden. PHI wird in den Vereinigten Staaten nur dann auf Servern in den USA gespeichert, wenn die Leistungen über einen amerikanischen Leistungserbringer erbracht werden. Erfolgt die Behandlung hingegen über europäische Leistungserbringer, werden die Daten innerhalb der EU/EWR gehostet. Ein Zugriff aus Europa auf in den USA gespeicherte Daten erfolgt ausschließlich für Supportzwecke – durch autorisierte Mitarbeiter der Oncare GmbH (Second-Level-Support bei technischen Problemen) sowie durch autorisierte Mitarbeiter der myon.clinic GmbH (First-Level-Support bei Anwendungsproblemen).

Soweit myon.clinic Gesundheitsdaten in streng anonymisierter Formverarbeitet, die den HIPAA-De-Identifizierungsanforderungen entsprechen, geltendiese Daten nicht mehr als PHI. Solche anonymisierten Daten dürfen vonmyon.clinic für Zwecke der Qualitätssicherung, Forschung oder Weiterentwicklungder Plattform genutzt werden.

***