Stand März 2026
Wenn Sie sich erfolgreich auf der Plattform der myon clinic GmbH („Wir“) registriert haben, können Sie über Ihren myoncare-Account auch an Videosprechstunden mit Ihrem Arzt teilnehmen, sofern er diesen Service über die myoncare Plattform anbietet. Hierfür ist lediglich die Vereinbarung einer Videosprechstunde mit Ihrem Arzt erforderlich. Nach erfolgreicher Termineinstellung durch Ihren Arzt, erhalten Sie automatisch eine E-Mail mit einer Terminbestätigung mit Einwahllink an die in Ihrem myoncare-Account angegebene E-Mail-Adresse.
Wir haben die myon.clinic Videosprechstunde so entwickelt, dass sie dem datenschutzrechtlichen Grundsatz des „Privacy by Design“ entspricht, d.h. bei der Nutzung der Videosprechstunde werden von Ihnen nur diejenigen personenbezogenen Daten verarbeitet, die für die Nutzung der Videosprechstunde erforderlich sind. Wir verwenden bei der Videosprechstunde insbesondere keine „Tracking-Technologien“, die Ihr Nutzerverhalten auswerten und erstellen auch keine Nutzerprofile oder Ähnliches.
Die Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten (insbesondere Gesundheitsdaten) erfolgt — soweit die Videosprechstunde Teil einer medizinischen Behandlung ist — auf Grundlage von Art. 9 Abs. 2 lit. h DSGVO (Gesundheitsversorgung). Eine Einwilligung ist hierfür grundsätzlich nicht erforderlich. Soweit zusätzliche optionale Funktionen genutzt werden oder eine Verarbeitung außerhalb eines Behandlungsverhältnisses erfolgt, kann eine ausdrückliche Einwilligung erforderlich sein.
In der nachfolgenden Datenschutzerklärung erfahren Sie, warum und wie Ihre personenbezogenen Daten für die Durchführung der Videosprechstunde verarbeitet werden. Insbesondere finden Sie eine Beschreibung der personenbezogenen Daten, die wir erfassen und verarbeiten, sowie den Zweck und die Grundlage, auf der wir die personenbezogenen Daten verarbeiten und die Rechte, die Ihnen als Betroffene zustehen.
Ergänzend weisen wir darauf hin, dass im Rahmen der Plattform auch Gesundheitsdaten durch externe Gerätehersteller (z. B. Messgeräte zur Vitaldaten-Erfassung) oder Labordienstleister (z. B. Blutanalysen) verarbeitet werden können, sofern Sie solche Dienste aktiv über Ihren behandelnden Arzt nutzen. In diesem Fall gelten zusätzliche datenschutzrechtliche Hinweise (siehe Abschnitt „Verarbeitung durch Gerätehersteller und Labordienstleister“).
Bitte lesen Sie die Datenschutzerklärung sorgfältig durch, und zögern Sie nicht uns zu kontaktieren, falls Sie zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten Fragen haben.
Verantwortliche für die medizinische Behandlung
Für die Durchführung der medizinischen Behandlung im Rahmen der Videosprechstunde ist der jeweilige behandelnde Leistungserbringer (z. B. Arzt, Klinik, MVZ) datenschutzrechtlich Verantwortlicher im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO.
Verantwortlichkeit der myon.clinic GmbH
Die myon.clinic GmbH ist Verantwortlicher für die Bereitstellung und den Betrieb der technischen Plattform sowie für damit verbundene organisatorische und sicherheitsrelevante Datenverarbeitungen, soweit diese nicht im Auftrag eines Leistungserbringers erfolgen.
In dieser eigenen Verantwortlichkeit verarbeitet myon.clinic personenbezogene Daten ausschließlich zu folgenden Zwecken: Bereitstellung, Stabilität und Sicherheit der technischen Infrastruktur, Abwehr von Störungen und missbräuchlicher Nutzung, Gewährleistung der IT-Sicherheit sowie Erfüllung eigener gesetzlicher Pflichten. Rechtsgrundlage hierfür ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse am sicheren und stabilen Betrieb der Plattform) bzw. Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO, soweit myon.clinic eigenen gesetzlichen Pflichten unterliegt. Auf die Inhalte der Videosprechstunde hat myon.clinic dabei keinen Zugriff (Ende-zu-Ende-Verschlüsselung); eine Nutzung Ihrer Gesundheitsdaten zu eigenen Zwecken von myon.clinic findet nicht statt.
Soweit myon.clinic personenbezogene Daten im Auftrag eines Leistungserbringers verarbeitet, erfolgt dies als Auftragsverarbeiter gemäß Art. 28 DSGVO auf Grundlage entsprechender Vereinbarungen. Die ONCARE GmbH wird hierbei als Unterauftragsverarbeiterin gemäß Art. 28 Abs. 4 DSGVO eingebunden und verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich auf Weisung.
myon clinic GmbH, Balanstraße 71a, 81541 München, Tel.: +49 89 444 51156, E-Mail: info@myon.clinic
Unseren Datenschutzbeauftragten können Sie unter folgenden Kontaktinformationen erreichen:
Dr. Sebastian Kraska
E-Mail: privacy@myon.clinic
Vor der Durchführung einer Videosprechstunde vereinbaren Sie gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt einen Termin. Nachdem der Arzt den Termin über die myoncare-Plattform erstellt hat, erhalten Sie eine Terminbestätigung mit den erforderlichen Zugangsdaten zur Teilnahme an der Videosprechstunde, in der Regel per E-Mail.
Hierfür wird die in der Plattform hinterlegte Kontaktinformation (z. B. E-Mail-Adresse) verwendet.
Die Verarbeitung dieser Daten erfolgt ausschließlich zur Organisation und Durchführung der Videosprechstunde.
Rechtsgrundlage:
Die Verarbeitung ist gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO rechtmäßig, da sie für die Erfüllung des Behandlungsvertrages mit Ihrem Arzt oder für vorvertragliche Maßnahmen erforderlich ist.
Für die Durchführung der Videosprechstunde werden als technische Voraussetzung bestimmte Daten zwischen den teilnehmenden Parteien übertragen. Die myon.clinic GmbH stellt hierfür die technische Infrastruktur zur Verfügung.
Zum Schutz des Patientengeheimnisses und der ärztlichen Schweigepflicht erfolgt die Übertragung der Kommunikationsinhalte mittels einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Dabei werden die Daten auf Ihrem Endgerät verschlüsselt und erst auf dem Endgerät Ihres Arztes wieder entschlüsselt (und umgekehrt).
Dadurch können ausschließlich die Teilnehmer der Videosprechstunde die Inhalte im Klartext wahrnehmen. Ein Zugriff auf die Kommunikationsinhalte durch uns als Plattformanbieter erfolgt grundsätzlich nicht.
Im Rahmen der Videosprechstunde werden insbesondere folgende Daten verarbeitet:
Soweit die Videosprechstunde Bestandteil einer medizinischen Behandlung ist, erfolgt der Austausch von Gesundheitsdaten unmittelbar zwischen Ihnen und Ihrem behandelnden Arzt zur Durchführung der Behandlung.
Eine Übertragung von Dateien (z. B. Dokumenten oder Bildern) über die Videoverbindung ist derzeit aus Gründen der Datensparsamkeit und Systemsicherheit nicht vorgesehen.
Die für die technische Durchführung erforderlichen temporären Verbindungsdaten (z. B. Videostream- und Sitzungsdaten) werden vom technischen Dienstleister nach Beendigung der Sitzung gelöscht, soweit keine gesetzlichen oder vertraglichen Aufbewahrungspflichten bestehen.
Hiervon unberührt bleiben Daten, die der behandelnde Arzt im Rahmen seiner gesetzlichen Dokumentationspflichten speichert, sowie Abrechnungsdaten.
Rechtsgrundlage:
Die Verarbeitung personenbezogener Daten während der Videosprechstunde erfolgt zur Durchführung der medizinischen Behandlung und ist gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO rechtmäßig. Soweit myon.clinic technische Verbindungsdaten und Metadaten (z. B. IP-Adressen, Geräte- und Verbindungsinformationen, technische Protokolle) in eigener Verantwortlichkeit zur Gewährleistung von Betrieb und Sicherheit der Infrastruktur verarbeitet, erfolgt dies auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse am sicheren und stabilen Betrieb).
Soweit Gesundheitsdaten verarbeitet werden, erfolgt deren Verarbeitung durch Ihren Leistungserbringer als Verantwortlichen auf Grundlage von Art. 9 Abs. 2 lit. h DSGVO in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Nr. 1 lit. b BDSG, da die Verarbeitung für Zwecke der Gesundheitsversorgung und der Behandlung durch ärztliches Personal erfolgt, das dem Berufsgeheimnis unterliegt.
Eine gesonderte Einwilligung ist hierfür grundsätzlich nicht erforderlich.
Soweit über die unmittelbare Behandlung hinaus zusätzliche optionale Funktionen genutzt werden oder eine Verarbeitung außerhalb eines Behandlungsverhältnisses erfolgt, kann hierfür eine gesonderte Einwilligung gemäß Art. 6 Abs. 1 lit. a und Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO erforderlich sein. Eine erteilte Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.
Nach Durchführung der Videosprechstunde können personenbezogene Daten zur Abrechnung und Dokumentation der Behandlung verarbeitet werden. Hierzu zählen insbesondere:
Je nach Einzelfall können darüber hinaus weitere Daten erforderlich sein, insbesondere:
Diese Verarbeitung erfolgt nicht über die Videoverbindung selbst, sondern über die myoncare-Plattform bzw. die Systeme des behandelnden Leistungserbringers.
Weitere Informationen hierzu finden Sie in der allgemeinen Datenschutzerklärung von myon.clinic.
Rechtsgrundlage:
Ärzte sind insbesondere verpflichtet, Abrechnungsdaten nach den einschlägigen sozialrechtlichen Vorschriften (z. B. §§ 295, 301 SGB V) zu übermitteln und medizinische Dokumentation aufzubewahren.
Sofern Sie im Rahmen Ihrer Behandlung über die myoncare-Plattform medizinische Geräte oder Labordiagnostik nutzen, können personenbezogene Daten — einschließlich Gesundheitsdaten — durch die jeweils eingebundenen Partnerunternehmen verarbeitet werden.
Die Art der verarbeiteten Daten kann je nach System variieren und umfasst typischerweise:
Die Verarbeitung erfolgt zur medizinischen Bewertung und Dokumentation durch Ihren behandelnden Arzt sowie ggf. zur Verlaufskontrolle im Rahmen digitaler Behandlungsprogramme.
Soweit diese Leistungen Bestandteil der medizinischen Behandlung sind, erfolgt die Verarbeitung auf Grundlage von Art. 9 Abs. 2 lit. h DSGVO in Verbindung mit Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO sowie den anwendbaren berufs- und sozialrechtlichen Vorschriften.
Eine zusätzliche Einwilligung ist hierfür grundsätzlich nicht erforderlich.
Soweit einzelne Leistungen darüber hinausgehende optionale Funktionen betreffen oder durch externe Anbieter in eigener Verantwortlichkeit erbracht werden, kann hierfür eine gesonderte Einwilligung erforderlich sein.
Die Nutzung externer Geräte oder Labordienstleistungen ist freiwillig und nicht Voraussetzung für die Teilnahme an der Videosprechstunde.
Gegebenenfalls erhalten Sie zusätzliche Datenschutzhinweise der jeweiligen Anbieter im Rahmen des ärztlichen Aufklärungs- oder Einwilligungsprozesses.
Sie haben das Recht, eine von Ihnen erteilte Einwilligung in die Verarbeitung personenbezogener Daten — insbesondere besonderer Kategorien personenbezogener Daten wie Gesundheitsdaten — jederzeit mit Wirkung für die Zukunft zu widerrufen.
Der Widerruf lässt die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung, die aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgte, unberührt.
Soweit die Verarbeitung auf anderen gesetzlichen Grundlagen beruht — insbesondere zur Durchführung einer medizinischen Behandlung, zur Erfüllung rechtlicher Verpflichtungen oder zur Wahrung berechtigter Interessen — bleibt diese Verarbeitung vom Widerruf unberührt.
Im Rahmen der Videosprechstunde werden personenbezogene Daten und Gesundheitsdaten nur weitergegeben, soweit dies für die Durchführung der Behandlung, den technischen Betrieb oder aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen erforderlich ist.
Empfänger können insbesondere sein:
Eine Weitergabe erfolgt nur im erforderlichen Umfang und unter Beachtung geeigneter technischer und organisatorischer Schutzmaßnahmen.
Videostream: Der Bild- und Ton-Stream der Videosprechstunde wird nicht gespeichert und endet unmittelbar mit Beendigung der Sitzung. Eine Aufzeichnung erfolgt nur, wenn Sie zuvor ausdrücklich eingewilligt haben.
Protokoll- und Verbindungsdaten: Diese werden nur so lange gespeichert, wie dies für die genannten Zwecke erforderlich ist, und spätestens nach sechs Monaten gelöscht, sofern keine längeren gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.
Abrechnungs- und medizinische Dokumentationsdaten: Abrechnungsdaten (z. B. Kostenträgerinformationen, Rechnungen, Abrechnungsziffern) sowie medizinisch relevante Inhalte der Videosprechstunde (z. B. Anamnese, Befunde, Therapieempfehlungen) werden entsprechend den gesetzlichen Aufbewahrungspflichten gespeichert. In Deutschland beträgt die Frist mindestens 10 Jahre (§ 630f BGB, § 147 AO, § 257 HGB). Für Leistungen, die unter das US-Gesundheitssystem fallen, gilt nach HIPAA eine Mindestaufbewahrungsfrist von 6 Jahren (45 CFR § 164.530(j)).
Die Verarbeitung erfolgt grundsätzlich innerhalb der EU/EWR. Nehmen Sie die Videosprechstunde bei einem Leistungserbringer mit Sitz in der EU/im EWR in Anspruch, werden Ihre Daten ausschließlich innerhalb der EU/des EWR verarbeitet und gespeichert. Eine Speicherung in oder ein Zugriff aus Drittländern erfolgt in diesem Fall nicht.
Für Nutzerinnen und Nutzer, die Leistungen über einen amerikanischen Leistungserbringer (z. B. Arzt, Klinik oder Gesundheitseinrichtung in den USA) in Anspruch nehmen, werden personenbezogene Daten (einschließlich Gesundheitsdaten) auf Servern in den USA gespeichert, um die gesetzlichen Anforderungen des US-Gesundheitssystems (HIPAA) zu erfüllen. Greift dagegen eine Person mit Wohnsitz in den USA auf die Leistungen von europäischen Leistungserbringern über die myon.clinic/oncare-Plattform zu, erfolgt die Speicherung der personenbezogenen Daten innerhalb der EU/EWR.
Ein Zugriff auf die in den USA gespeicherten Daten kann aus Europa erfolgen:
– durch autorisierte Mitarbeiter der Oncare GmbH ausschließlich zur Erbringung des Second-Level-Supports bei technischen Problemen,
– sowie durch autorisierte Mitarbeiter der myon.clinic GmbH ausschließlich zur Erbringung des First-Level-Supports bei Anwendungsproblemen.
Einsatz von Google Firebase (über Subunternehmer Oncare GmbH)
Für bestimmte technische Funktionen der Plattform (z. B. Synchronisation, Stabilität, Benachrichtigungen) setzt die Oncare GmbH als technischer Betreiber den Dienst Google Firebase (Google Ireland Limited) ein. Die Datenverarbeitung erfolgt grundsätzlich innerhalb der Europäischen Union (EU) bzw. des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR). Ein Zugriff aus den USA durch die Google LLC (Muttergesellschaft) kann in Ausnahmefällen nicht ausgeschlossen werden, beispielsweise im Rahmen von Support- oder Wartungsleistungen. Eine Re-Identifizierung einzelner Personen durch Google ist nach dem aktuellen technischen Stand nicht vorgesehen und wird durch geeignete technische und organisatorische Maßnahmen weitgehend ausgeschlossen. Sollte es zu einem Zugriff aus den USA kommen, erfolgt dies ausschließlich auf Grundlage der von der Europäischen Kommission verabschiedeten Standardvertragsklauseln (SCCs), die Bestandteil der Google Data Processing Terms sind.
Wir verwenden keine rein automatisierte Verarbeitung, um Entscheidungen zu treffen.
Wir möchten Sie über Ihre Rechte als betroffene Person informieren. Diese Rechte umfassen insbesondere:
Soweit Leistungen innerhalb des US-amerikanischen Gesundheitssystems erbracht werden und dabei geschützte Gesundheitsinformationen („Protected Health Information“, PHI) im Sinne des Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) verarbeitet werden, gelten zusätzlich die einschlägigen HIPAA-Bestimmungen.
Die datenschutzrechtliche Rolle von myon.clinic richtet sich nach der konkreten Nutzungssituation sowie den vertraglichen Vereinbarungen mit den beteiligten Leistungserbringern:
Die Verarbeitung von PHI durch myon.clinic erfolgt ausschließlich zur Erbringung der vereinbarten Dienstleistungen und im Einklang mit einem gegebenenfalls abgeschlossenen Business Associate Agreement (BAA).
Eine Nutzung von PHI zu eigenen, unabhängigen Zwecken durch myon.clinic erfolgt nicht, es sei denn, dies ist gesetzlich vorgeschrieben oder ausdrücklich vereinbart.
Soweit Leistungen über eine US-Tochtergesellschaft oder Partnergesellschaft (z. B. myoncare Inc.) erbracht werden, können zusätzlich deren Datenschutz- und HIPAA-Regelungen Anwendung finden.